Hüllenlos- oder die Sache mit dem Fühlen

Wenn du alles abgelegt hast und nur im Moment bist, gestatte dir, das zu fühlen, was wirklich vorhanden ist. Nur du und das Jetzt.

Fühlen ist nichts für Feiglinge


Wir reden viel über Denken.
Über Konzepte, Strategien, Lösungen.
Und erstaunlich wenig über das, was uns wirklich steuert:
unsere Sinne – und das, was sie in uns auslösen.

Dabei beginnt jedes Gefühl genau dort.
Nicht im Kopf.
Sondern in dem Moment, in dem dich etwas berührt. Ein Klang. Ein Geruch. Ein Blick. Eine Erinnerung, die plötzlich da ist.

Kinder wissen das.
Sie fühlen, bevor sie erklären.
Sie reagieren, bevor sie bewerten.
Und irgendwann lernen wir, damit aufzuhören.



Wenn du nichts mehr spürst, hast du dich nicht im Griff – du hast dich verloren


Provokant? Vielleicht.
Aber ehrlich.

Viele Frauen, die zu mir kommen, haben viel verstanden.
Sie haben analysiert, reflektiert, gearbeitet.
Und trotzdem bleibt dieses leise Gefühl:
Da fehlt etwas. Ich bin nicht ganz da.

Gefühle lassen sich nicht wegdenken.
Sie warten.
Und melden sich über den Körper, über Unruhe, Erschöpfung oder dieses diffuse „So kann es doch nicht gewesen sein“.



Die Sinne sind der direkte Draht nach innen


Unsere Sinne sind keine Nebensache.
Sie sind der
Zugangscode.

Was du siehst, hörst, riechst, spürst – all das erzeugt Resonanz.
Und genau diese Resonanz bringt Herz und Gehirn in Kontakt.
In der Forschung spricht man von
Herz-Hirn-Kohärenz.
Ich nenne es: endlich wieder bei sich sein.

Der Autor Gregg Braden beschreibt genau diesen Punkt:
Gefühl ist nicht das Ergebnis von Veränderung –
Gefühl ist der Auslöser.



Und nein – dafür brauchst du keine besondere Technik


Keine Geräte.
Keine Brille aus einem Science-Fiction-Film.
Keine Anleitung, wie du „richtig“ fühlen sollst.

Was du brauchst, ist die Bereitschaft, wieder wahrzunehmen.
Und einen Raum, der das zulässt.

In meiner Arbeit nutzen wir Imagination, innere Bilder und Sinneswahrnehmung nicht, um etwas herzustellen –
sondern um freizulegen, was längst da ist.



Vielleicht ist das Unbequemste daran das Ehrlichste


Fühlen macht nicht immer sofort angenehm.
Aber es macht
wahr.
Und genau daraus entsteht Veränderung.

Wenn dich dieser Text ein wenig irritiert hat –
wenn du kurz gezuckt hast oder innerlich genickt hast –
dann hast du gerade etwas gespürt.

Und genau dort beginnt alles.


dann waren ja da noch die Sinne

fühlen mit allem was du hast


Wie Emotionen uns beeinflussen: Ein neuer Blick

Wie nicht ausgeglichenen Emotionen tatsächlich zu süchtigem Verhalten führen können?


Was passiert, wenn ein Sinn „nicht mehr richtig funktioniert“(ohne medizinische Ursachen)?

Wenn wir körperliche Erkrankungen ausschließen, dann geht es fast immer um Verarbeitung, nicht um Defekte. Ein Sinn funktioniert dann nicht „falsch“, sondern vorsichtig, gedämpft, überwachsam oder abgekoppelt. Das ist keine Störung – das ist eine Strategie. Unser Nervensystem lernt sehr früh:

Wie viel von der Welt ist für mich sicher?

Wenn Erfahrungen überwältigend, unberechenbar oder nicht haltgebend waren, kann ein Sinn:

  • sich zurückziehen (z. B. kaum spüren, riechen, schmecken)
  • überreagieren (z. B. Lärm, Berührung, Gerüche kaum aushalten)
  • unzuverlässig werden (mal zu viel, mal zu wenig)

Das passiert nicht bewusst. Es ist ein Schutzmechanismus.

Hat das mit Vertrauen zu tun?

Ja. Sehr tief.

Warum ist Fühlen so wichtig?

Sinne sind unsere ersten Vertrauensbrücken zur Welt.

  • Ich sehe – und kann einschätzen, was kommt.
  • Ich höre – und werde nicht überrascht.
  • Ich taste – und mein Körper ist sicher.
  • Ich rieche – und erkenne Gefahr oder Nähe.
  • Ich schmecke – und darf genießen.

Wenn dieses Grundvertrauen erschüttert wurde (durch Stress, emotionale Unsicherheit, fehlende Resonanz, zu viel Anpassung), dann sagt das Nervensystem:

„Ich verlasse mich nicht mehr vollständig auf diese Wahrnehmung.“

Das ist kein Misstrauen im Kopf – es ist Misstrauen im Körper.

Entsteht Sucht aus Ungleichgewicht?

Und ja: Ungleichgewicht kann zu Süchten führen

Nicht moralisch. Nicht bewertend. Sondern funktional.

Wenn die Sinne nicht mehr gut miteinander arbeiten, passiert oft Folgendes:

Der Mensch spürt sich selbst nicht klar, oder die Welt fühlt sich zu viel / zu leer / zu laut / zu dumpf an

Sucht entsteht dann nicht aus „Schwäche“, sondern aus dem Versuch:

Regulation herzustellen.

Beispiele zu viel/ zu wenig

Essen → um Spüren zu erzeugen oder zu beruhigen

Zucker / Kaffee / Nikotin → um Wachheit oder Struktur zu fühlen

Alkohol / Medien / Medikamente → um Reize zu dämpfen

Bewegung / Arbeit / Kontrolle → um innere Ordnung herzustellen

Das sind Ersatz-Regulatoren, wenn das natürliche Sinnesgleichgewicht fehlt.

Wie kann das Lebenshaus helfen?

Wichtig: Das Ziel ist nicht „alle Sinne perfekt“

Sondern: Wahrnehmung wieder verlässlich machen.

Übergänge zwischen Reizen wieder spürbar dem Körper signalisieren: Du darfst fühlen – und es ist sicher

Erst dann entsteht wieder:

Genuss statt Kompensation

Präsenz statt Betäubung

Vertrauen statt Kontrolle

Ein Satz, der sehr gut zum Lebenshaus passt:

"Wenn Sinne sich nicht mehr trauen, miteinander zu sprechen, sucht der Mensch andere Wege, sich zu regulieren."

Finde deinen Weg zu dir selbst

Lass uns gemeinsam an deiner Reise arbeiten. Es ist nie zu spät, um zu fühlen und zu wachsen. Melde dich für ein erstes Gespräch an und entdecke, wie das Lebenshaus dir helfen kann, deine innere Balance wiederzufinden.

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Ge(h)(weg)fühl

Fühlen – der Zugang zu dir selbst


Fühlen ist keine Schwäche.
Es ist eine grundlegende Fähigkeit, die uns Orientierung gibt – über uns selbst, über andere und über das Leben.

Schon als Kinder nehmen wir die Welt über Gefühle wahr. Wir spüren, was stimmig ist, was sicher ist, was uns gut tut oder überfordert. Dieses innere Wissen ist direkt, ehrlich und unverstellt. Im Laufe des Lebens lernen viele Menschen jedoch, diese Wahrnehmung zu übergehen. Gefühle werden bewertet, kontrolliert oder angepasst, damit wir funktionieren, dazugehören oder Erwartungen erfüllen.

Dabei verlieren wir nicht die Fähigkeit zu fühlen – wir verlieren oft nur den Zugang.

Gefühle sind Träger von Information. Sie zeigen uns, wo wir uns selbst verlassen haben, wo Grenzen überschritten wurden oder wo etwas Wesentliches fehlt. Ohne diesen inneren Kompass wird das Leben oft lauter, anstrengender und leerer, obwohl nach außen alles „richtig“ erscheint.



Herz und Gehirn – in Verbindung


In der modernen Forschung wird zunehmend sichtbar, was viele Menschen intuitiv längst wissen:
Herz und Gehirn stehen in einem ständigen Austausch.

Der Zustand der sogenannten Herz-Hirn-Kohärenz beschreibt einen Zustand innerer Ausgeglichenheit, in dem Gedanken, Gefühle und körperliche Prozesse in Einklang sind. In dieser Kohärenz wird das Nervensystem beruhigt, Stress reduziert und die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung gestärkt.

Fühlen spielt dabei eine zentrale Rolle. Nicht das Unterdrücken von Emotionen, sondern das bewusste Wahrnehmen und Zulassen schafft innere Ordnung. Erst wenn Herz und Verstand miteinander arbeiten, entsteht Klarheit – für Entscheidungen, Beziehungen und den eigenen Lebensweg.



Fühlen formt Identität


Identität entsteht nicht allein durch Wissen, Rollen oder Erfahrungen.
Sie entsteht durch das bewusste Erleben dessen, was in uns wirkt.

Wer fühlt, kann unterscheiden:
Was gehört zu mir – und was nicht mehr?
Was ist meine Wahrheit – und was habe ich übernommen?

In diesem Prozess wird der Mensch nicht emotional „überflutet“, sondern im Gegenteil: stabiler, klarer und präsenter. Fühlen bedeutet nicht, von Emotionen beherrscht zu werden, sondern sich selbst ernst zu nehmen.



Warum das auch die Welt betrifft


Eine Welt, in der Menschen den Zugang zu ihren Gefühlen verlieren, verliert Verbindung. Zu sich selbst, zu anderen, zur Verantwortung. Fühlen ermöglicht Mitgefühl, Präsenz und echtes Handeln. Es ist die Grundlage für bewusste Beziehungen – im Kleinen wie im Großen.

Veränderung beginnt nicht im Außen.
Sie beginnt dort, wo Menschen wieder lernen, sich selbst zu spüren.



Ein Raum für dein Erleben


In meiner Arbeit geht es nicht darum, Gefühle zu erzeugen oder zu verstärken.
Es geht darum, einen sicheren Raum zu öffnen, in dem Wahrnehmung wieder möglich wird – im eigenen Tempo, mit Respekt und Klarheit.

Denn alles, was sich verändern will, beginnt mit dem Moment, in dem du wieder fühlst.